CHRISTOPH SIETZEN Vibraphon
Perkussionisten gibt es viele, aber nur wenige, die eine so große stilistische Bandbreite aufweisen wie Christoph Sietzen. Der Luxemburger spielt Bach, Bizet und Pärt ebenso wie Piazzolla und zeitgenössische Werke. Dass er dabei besonderen Wert auf melodische Qualitäten legt, brachte ihm das Attribut eines „Belcantisten“ der Szene ein. Sietzen wurde in Salzburg geboren, wo er schon mit zwölf Jahren bei den Festspielen debütierte. Es folgten Preise beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD, der Young Artist Award 2018 und ein Echo Klassik als Nachwuchskünstler 2019; ein Jahr später wurde er Dozent an der Bruckner-Uni Linz. Sietzen hatte Auftritte in Amsterdam, Berlin, Wien und Tokyo, wo er mit Orchestern wie der Academy of Ancient Music, dem Symphonieorchester des BR und dem RSO Wien zusammenarbeitete. Jüngst brachte er Schlagzeugkonzerte von Johannes Maria Staud und Detlev Glanert zur Uraufführung. Wie subtil Sietzen sein Instrumentarium einzusetzen weiß, verrät der Titel seiner aktuellen CD – der lautet nämlich schlicht und einfach „Silence“/„Stille“. |